Padel Ole

Doppel-K.-o.-System bezeichnet man eine Turnierform, die in ihren Grundzügen auf dem  K.-o.-System beruht, jedoch versucht, dessen Schwächen zu umgehen. Das Double-knock-out-Format unterscheidet sich im Wesentlichen dadurch vom einfachen K.-o.-System, dass eine einmalige Niederlage nicht das Ausscheiden aus dem Turnier bedingt. Ein Teilnehmer scheidet erst nach der zweiten Niederlage aus dem Turnier aus. Somit kann ein Teilnehmer trotz eines einmaligen Verlustes das Turnier gewinnen. Das ist im einfachen K.-o.-System auch dann ausgeschlossen, wenn zusätzliche Spiele abgehalten werden, um eine durchgehende Reihung zu erhalten: Der Verlierer eines Semifinalspieles kann bestenfalls den 3. Platz belegen, der Verlierer eines Viertelfinalspiels bestenfalls den 5. Platz etc. Treffen zwei aussichtsreiche Teilnehmer bereits in einem frühen Stadium eines Double-knock-out-Turnier aufeinander, so kann der Verlierer trotz der Niederlage immer noch das Finale erreichen. Es ist also auch ohne Setzen sichergestellt, dass der zweitbeste Spieler den zweiten Platz belegt – vorausgesetzt, dass in jeder Begegnung der jeweilige Favorit auch tatsächlich gewinnt. Nach der ersten Runde steigen die Gewinner in die nächste Runde des Winnersbrackets auf, und die Verlierer spielen in der ersten Runde des Losersbrackets weiter. Das Winnersbracket wird nach derselben Methode geführt wie ein einfaches K.-o.-Turnier, ausgenommen, dass die Verlierer nicht aus dem Turnier ausscheiden, sondern im Losersbracket weiterspielen. Das Winnersbracket ist bis zum Halbfinale identisch mit dem Plan eines einfachen K.-o.-Systems. Jede Runde des unteren Brackets wird in zwei Stufen gespielt: In der ersten Stufe der ersten Runde treffen jeweils zwei Verlierer der ersten Runde des oberen Brackets aufeinander; in der ersten Stufe jeder folgenden Runde treffen jeweils zwei Gewinner der vorigen Runde aufeinander. In der zweiten Stufe jeder Runde trifft stets ein Gewinner der ersten Stufe auf einen Verlierer derselben Runde aus dem oberen Bracket. Am Ende des Turniers trifft der Gewinner der oberen Hälfte auf den Gewinner der unteren Hälfte. Dieses Match wird vielfach als Finale gewertet. Ansonsten gilt folgende Regel: Gewinnt der Teilnehmer aus der oberen Hälfte, so ist das Turnier beendet. Gewinnt jedoch der Teilnehmer aus der unteren Hälfte, so haben beide einmal verloren und müssen ein zweites Mal gegeneinander spielen; dieses letztere Match entscheidet dann über die Plätze 1 und 2. Bei einem Spiel nach dem Double-k.-o. sind die Plätze 3 und 4 durch die Reihenfolge des Ausscheidens bestimmt; ein Spiel um den dritten Platz ist daher nicht erforderlich. Anzahl der Spiele. Für n Mannschaften werden 2 · (n - 1) Spiele gespielt, bzw. eins mehr, falls das Finale wie oben beschrieben wiederholt wird.

 

  Die Regeln " Padel "ab 2017/2018/2019.


Die im Folgenden aufgezählten Regeln stellen nur einen Auszug aus dem gesamten Regelwerk dar.
Aufschlag, Seitenwahl, Seiten- und Spielfeldwechsel

Der Gewinner des Losentscheids wählt zwischen Aufschlagsrecht und Spielfeldseite.

Der Aufschlag darf nur hinter der Aufschlaglinie ausgeführt werden, d.h. aus dem 3m breiten Feld zwischen Stirnwand und Aufschlagslinie. Der Aufschlag muss dabei als Unterhandschlag unterhalb der Hüfte erfolgen.

Dabei darf außerdem weder Aufschlagfeld noch Aufschlagslinie mit den Füßen berührt werden. Außer normalen notwendigen kleinen Bewegungen mit den Füßen ist weder Gehen, Laufen oder Springen erlaubt.

Nach dem Aufschlag muss der Ball in dem schräg gegenüberliegenden gegnerischen Aufschlagfeld aufspringen, ohne vorher im Feld der aufschlagenden Mannschaft den Boden beziehungsweise die Netzkante zu berühren. Nach dem Abspringen darf der Ball nicht den Spielfeldrand bildenden Zaun berühren, sehr wohl aber die Wände. Zu den am schwierigsten anzunehmenden Aufschlägen zählen die Bälle, die in der äußersten Ecke des Aufschlagfeldes aufkommen und dann recht flach weiter an die Seitenwand prallen.

Auf Spielfeldern, bei denen konstruktionsbedingt die Ecke der Seitenwand durch den versetzt angebrachten Zaun übersteht, bestehen beim Aufschlag zwei Möglichkeiten, wenn der Ball genau auf diese Ecke trifft. Entweder springt der Ball in Richtung des annehmenden Spielers ab und es wird daraufhin normal weitergespielt. Oder aber er springt wieder zurück in Richtung der aufschlagenden Mannschaft; in diesem Fall ist der Aufschlag ungültig und wird ohne Verlust als erster bzw. zweiter Aufschlag wiederholt.

Die Mannschaft mit Aufschlagrecht wechselt nach jedem Aufschlag die Seiten in ihrem Spielfeld, so dass der Aufschlag stets einmal von der rechten und darauf von der linken Seite ausgeführt wird.

Beide Mannschaften wechseln die Spielfelder, wenn die Summe der Spiele eine ungerade Zahl erreicht. Falls dieser Wechsel einmal vergessen wurde, sollte das sofort beim Bemerken korrigiert werden. Die maximale Ruhezeit beim Wechsel der Spielfelder ist 90 Sekunden.
Aufschlag und Ballwechsel

Zwei misslungene Aufschläge hintereinander bedeuten den Verlust des Punktes.

Das Misslingen des Aufschlags in seiner Ausführung, wie zum Beispiel das Verfehlen des Balles führen genauso wie das fehlerhafte Treffen des Balles zu Punktverlust.

Kommt der Ball nicht im korrekten schräg gegenüberliegenden Aufschlagsfeld auf, führt dies zum Punktverlust

Maximale Pausenlänge bis zum nächsten Aufschlag nach dem Ende des letzten Ballwechsels sind 25 Sekunden.
 Der Ball muss nach jedem Schlag zunächst den Boden auf der gegnerischen Spielfeldseite berühren, ehe er die Rückwand oder den Zaun berührt. Davon ausgenommen ist das vorherige Berühren der Netzkante.

Der Ball darf maximal einmal den Boden auf einer Spielfeldseite berühren. Kann der Ball nicht nach dem zweiten Bodenkontakt auf derselben Seite retourniert werden, ist dies ein Punktgewinn für die Mannschaft, die den Ball geschlagen hatte.

Das Treffen des Mitspielers führt zum Punktverlust.

Das Netz und die Netzpfosten dürfen während eines Spiels weder mit dem Schläger noch von den Spielern inklusive getragener Sachen berührt werden.
Volleyschläge von Bällen, die das Netz noch nicht überquert haben, sind ungültig.
Reihenfolge der Rückgabe

Die Mannschaft, die den Aufschlag erwidert, muss einen ihrer Spieler bestimmen, der die ersten Aufschläge jedes Spieles eines Satzes bis ans Ende desjenigen erwidert. Danach kann dies neu entschieden werden.
 Die Erwiderung des Aufschlags wird von den Spielern der nicht aufschlagenden Mannschaft abwechselnd gespielt. Diese Reihenfolge darf während des Satzes nicht gewechselt werden. Den Aufschlagseitenwechsel führt nur die aufschlagende Mannschaft nach jedem Aufschlag durch. Der zweite Aufschlag nach einem Fehler im ersten wird stets von der gleichen Aufschlagsseite wie der erste ausgeführt.

Falls die Reihenfolge durcheinander kommt, wird diese inkorrekte Reihenfolge in dem Spiel, in dem der Fehler passiert oder der Fehler bemerkt wird, weiter eingehalten und im darauffolgenden Spiel wieder die ursprüngliche für diesen Satz ausgemachte Reihenfolge eingehalten.
Aufschlagswiederholung

Wenn der Ball das Netz beim Aufschlag berührt und danach vor dem zweiten Aufkommen im gegnerischen Feld nicht den Zaun berührt.

Wenn der Ball nach dem Berühren des Netzes oder der Netzpfosten, falls diese ins Spielfeld ragen, einen gegnerischen Spieler berührt, einschließlich der Gegenstände die dieser trägt, wie etwa seine Mütze oder den Schläger.

Wenn der Gegner nicht bereit war.

Falls das Netz beim wiederholten zweiten Aufschlag auch berührt wird, hat der aufschlagende Spieler nur einen weiteren Versuch.
Zählweise

Die Zählweise ist bis auf eine Ausnahme komplett identisch zum Tennis.
Die Punktfolge lautet 15, 30, 40 und mit dem vierten Punkt ist das Spiel gewonnen, wenn dies mit zwei Punkten im Vorteil geschieht. Ab dem dritten Punkt, also 40, wird bei Gleichstand nur noch „Vorteil“ und „Gleichstand“ genannt. Diejenige Mannschaft, die bei Vorteil einen Punktgewinn erzielt, gewinnt das Spiel. Einen Satz gewinnt die Mannschaft, die zuerst sechs Spiele mit einem Vorteil von zwei Spielen gewinnt. Bei einem Gleichstand von fünf Spielen muss also bis sieben zu fünf gespielt werden.
Falls es zum Gleichstand von sechs Spielen kommt, wird wie im Tennis ein Tie-Break gespielt, wenn dies vorher ausgemacht wurde. Andernfalls wird solange gespielt, bis eine Mannschaft einen Vorteil von zwei gewonnenen Spielen erreicht hat. Beim Padel wird generell beim Stande von 6:6 nur ein Tie-Break gespielt.
Im Tie-Break schlagen die Mannschaft und der Spieler auf, der dies auch bei normaler Fortsetzung des Spiels getan hätte. Den Tie-Break gewinnt die Mannschaft, die zuerst sieben Punkte mit zwei Punkten Vorteil bzw. bei höheren Punktzahlen als sieben, einen Vorteil von zwei Punkten erspielt. Die Mannschaften tauschen im Tie-Break nach jeweils sechs gespielten Punkten die Spielfeldseite.

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© Detlef Straube